Roman Ondák : Rear Room

25. September – 07. November 2009

Roman Ondák, Shared Floor, 1996, 392 x 543,5 x 24 cm - 154.5 x 214 x 9.5 in., Installation / Holzparkett und Elektrostecker - Installation of wooden floor with electrical sockets
Roman Ondák, Shared Floor, 1996, 392 x 543,5 x 24 cm - 154.5 x 214 x 9.5 in., Installation / Holzparkett und Elektrostecker - Installation of wooden floor with electrical sockets
  • Roman Ondák, Colour and Size, 1999, Maße variabel - dimensions variable, Installation, Schuhkarton, Holz, geöffnetes Fenster - shoebox, wood, open window
  • Roman Ondák, Colour and Size, 1999, Maße variabel - dimensions variable, Installation, Schuhkarton, Holz, geöffnetes Fenster - shoebox, wood, open window
  • Roman Ondák, Untitled, 1998, Maße abhängig von Gesamtgröße des Raumes - overall dimensions very with the size of the room, Installation, Mixed Media
  • Roman Ondák, Untitled, 1998, Maße abhängig von Gesamtgröße des Raumes - overall dimensions very with the size of the room, Installation, Mixed Media (detail)
  • Roman Ondák, Untitled, 1998, Maße abhängig von Gesamtgröße des Raumes - overall dimensions very with the size of the room, Installation, Mixed Media (detail)
  • Roman Ondák, Untitled, 1998, Maße abhängig von Gesamtgröße des Raumes - overall dimensions very with the size of the room, Installation, Mixed Media (detail)
  • Roman Ondák, Untitled, 1998, Maße abhängig von Gesamtgröße des Raumes - overall dimensions very with the size of the room, Installation, Mixed Media (detail)
  • Roman Ondák, Untitled, 1998, Maße abhängig von Gesamtgröße des Raumes - overall dimensions very with the size of the room, Installation, Mixed Media (detail)
  • Roman Ondák, Shared Floor, 1996, 392 x 543,5 x 24 cm - 154.5 x 214 x 9.5 in., Installation / Holzparkett und Elektrostecker - Installation of wooden floor with electrical sockets (detail)
  • Roman Ondák, Shared Floor, 1996, 392 x 543,5 x 24 cm - 154.5 x 214 x 9.5 in., Installation / Holzparkett und Elektrostecker - Installation of wooden floor with electrical sockets (detail)
  • Roman Ondák, Shared Floor, 1996, 392 x 543,5 x 24 cm - 154.5 x 214 x 9.5 in., Installation / Holzparkett und Elektrostecker - Installation of wooden floor with electrical sockets
  • Roman Ondák, Untitled (Wall), 1997, 150 x 100 x 40 cm - 98.5 x 39.5 x 15.5 in., Installation, 2-teilig - installation, 2 pieces
  • Roman Ondák, Freed Doorway, 1998, 195 x 78 x 4.5 cm - 76.5 x 30.5 x 2.5 in., Installation, Tür mit Glasscheibe - installation, door with glass window
  • Roman Ondák, Untitled (Traffic), 2001, 14 x 7 x 3 cm - 5.5 x 3 x 1 in., Installation, Fluchtweghammer aus Bus - installation, bus emergency hammer
  • Roman Ondák, Untitled (Traffic), 2001, 14 x 7 x 3 cm - 5.5 x 3 x 1 in., Installation, Fluchtweghammer aus Bus - installation, bus emergency hammer
  • Installationsansicht - installation view
  • Installationsansicht - installation view
  • Installationsansicht - installation view

Die Johnen Galerie freut sich, mit der ersten Einzelausstellung von Roman Ondák ihre neuen Galerieräume in der Marienstraße 10 in Berlin-Mitte einzuweihen. Arbeiten von Roman Ondák sind aktuell in der Biennale in Venedig (Slowakischer Pavillion), im MoMA in New York sowie in der Ausstellung „Die Kunst ist super“ im Hamburger Bahnhof zu sehen.

Die Auswahl von frühen Arbeiten von 1996 - 2001 beziehen sich alle auf die Idee des Ausstellungsraumes und seine wesentlichen, jedoch „unsichtbaren“ Elemente, die normalerweise ganz hinter der Dominanz der ausgestellten Kunst verschwinden.  Shared Floor  (1996), Untitled (Wall) (1997), Freed Doorway (1998) und Untitled (1998) sind alle aus Elementen gemacht, die der Künstler in unterschiedlichen Wohnungen und Galerien gefunden hat. Jedes Element bezieht sich direkt auf architektonische .

Elemente ihrer früheren Orte, obwohl sie an diesen ursprünglichen Orten in einem . gewissen Sinn unsichtbar waren: Die Objekte waren so sehr Teil des Raums, dass man sie nicht besonders beachtete.  

Freed Doorway ist eine Türöffnung, bei der Rahmen und Tür entfernt wurden. Die Tür selbst ist nun dysfunktional, und ihre Beziehung zum Türrahmen, zu dem sie gehörte, ist negiert. Die Tür lehnt jetzt an einer Wand der Galerie.

Untitled nimmt einen ganzen Raum mit nur wenigen winzigen Teilen ein, wie elektrische Steckdosen und Spuren von Wasserrohren. Durch Metallstäbe halten sie ein paar Zentimeter Abstand von der Wand, was eine fiktionale Wand suggeriert, die vor der echten Galeriewand stehen könnte.

Aus einer Galerie wurde eine Wandplatte  als Untitled (Wall) in die Ausstellung versetzt. Die Wandplatte lehnt gegen die Mauer, als wäre sie ein Überbleibsel vom Ausstellungsaufbau. Wenn man sie näher untersucht, bemerkt man, dass sich in der Wandplatte immer noch eine intakte Steckdose befindet, deren hintere Verschalung hinter der Platte in der Galeriewand versteckt bleibt.

Zusätzlich gibt es zwei Arbeiten, die den Innenraum der Galerie direkt mit der Außenwelt verbinden. Colour and Size (1999) bezieht sich auf den Ausblick auf die Bäume in den Fenstern des hinteren Galerieraums. Ein Fenster wird offengelassen, daneben ist ein weißer Schuhkarton installiert. Vorne ist ein Kreis herausgeschnitten, und der Deckel fällt an den Seiten etwas ab, so dass der Eindruck eines Vogelhäuschens entsteht. Unter dem Loch befindet sich der ursprüngliche Aufkleber des Schuhkartons, auf dem „ Colour/Black; Size/36“ zu lesen ist, was auf absurde Art die Beschreibung von Schuhen mit der Taxonomie von Vögeln verschmelzen lässt: Scheinbar steht dort, dass nur die Vögel, die schwarz sind und durch das Loch mit einem Durchmesser von 36 mm hindurchpassen, hereinkommen dürfen.

Untitled (Traffic), 2001, besteht aus einem roten Notausgangshammer, der aus einem Bus stammt und neben einem Galeriefenster installiert wurde. Die Galeriefenster verweisen auf einen Bus, besonders wenn solch ein Hammer neben den Fenstern installiert wird: Seine Präsenz allein beschwört Visionen von unerwünschten, aber durchaus möglichen Busunfällen herauf. In der Galerie suggeriert er zudem, dass die Besucher noch einen anderen Ausgang finden könnten als die Tür, durch die sie hereingekommen sind.

Im neuen Galeriegebäude in der Marienstraße 10, in welchem der Architekt O.M.Ungers sein Berliner Büro unterhielt, befinden sich die Johnen Galerie, Krobath Galerie und ph-projects; es liegt nur einen Block von der Sammlung Boros und wenige Minuten vom Hamburger Bahnhof entfernt. Robert Kusmirowski, ein Künstler der Johnen Galerie, wird das Treppenhaus in eine große Installation verwandeln. Ihm ist vom 30 September bis Januar 2010 eine Einzelausstellung in der Barbican Art Gallery in London gewidmet, ebenso sind Arbeiten von ihm in der aktuellen Ausstellung „Die Kunst ist super“ im Hamburger Bahnhof zu sehen. Die Johnen Galerie wird vom 24. bis 27. September am Art Forum Berlin teilnehmen: Halle 20, Stand 136.

In Shared Floor beispielsweise wurde der Parkettboden in einem Zimmer herausgenommen und auf dem Galerieboden in den Umrissen seiner ursprünglichen Form wieder zusammengesetzt. Die Steckdosen aus dem selben Raum wurden abgebaut und auf Metallstäbe angebracht, die dann auf den Parkettboden angebracht wurden und somit ihre ursprünglichen Positionen an den Wänden simulierten und gleichzeitig die selbe räumliche Beziehung zum Boden beibehielten.