Thomas Ruff: photograms

08. November – 25. Januar 2014

Galerie 1

ch.phg.01, 2013, 240 x 185 cm - 94.5 x 72.8 in., C-Print, gerahmt
ch.phg.01, 2013, 240 x 185 cm - 94.5 x 72.8 in., C-Print, gerahmt
  • ch.phg.02, 2013, 240 x 185 cm - 94.5 x 72.8 in., C-Print, gerahmt
  • em.phg.01, 2013, 240 x 185 cm - 94.5 x 72.8 in., C-Print, gerahmt
  • em.phg.03, 2013, 240 x 185 cm - 94.5 x 72.8 in., C-Print, gerahmt
  • phg.04_II, 2013, 240 x 185 cm - 94.5 x 72.8 in., C-Print, gerahmt
  • phg.05_I, 2013, 240 x 185 cm - 94.5 x 72.8 in., C-Print, gerahmt
  • r.phg.06_I, 2013, 240 x 185 cm - 94.5 x 72.8 in., C-Print, gerahmt
  • Installationsansicht
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Fasziniert von den Photogrammen von László Moholy-Nagy, Man Ray und anderen, begann Thomas Ruff die fotografische Bildgenerierung ohne Kamera intensiver zu erkunden und suchte nach einem Weg, um kontrolliert Photogramme zu erstellen. Gemeinsam mit Wenzel S. Spingler entwickelte
er mit Hilfe eines 3D Programms die Parameter für eine virtuelle Dunkelkammer. In ihr werden verschiedene Objekte (Linsen, Stäbchen, Spiralen, Papierstreifen, Kugeln und andere Gegenstände) in 3D „gebaut“ und dann auf oder über ein digitales Papier gelegt.
Im Gegensatz zu seinen historischen Vorläufern setzte Ruff jedoch bei der Belichtung der Gegenstände farbiges Licht ein. Anschließend lässt er die Projektion der Schatten auf dem Untergrund des virtuellen Raums zu einem Bild rendern. Mit diesem Verfahren gelingt es ihm, die schwarz-weiß Ästhetik der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts in eine farbige Ästhetik des frühen 21. Jahrhunderts zu transformieren. Den sehr beschränkten technischen Möglichkeiten der analogen Fotografie setzt er die fast unbegrenzten Möglichkeiten
der digitalen Fotografie gegenüber. Indem er eine „alte“ Technik bzw. Bildfindung in eine zeitgenössische Bildsprache überführt, dekonstruiert er die Werke des westlichen Bildarchives.
Er erhöht deren Komplexität und fügt diese wieder zu Bildern von größter formaler Stringenz und Schönheit zusammen.
Mit der neuen Serie phg. fügt Thomas Ruff damit einen weiteren Baustein zu seiner kontinuierlichen Auseinandersetzung mit den Techniken, den Genres und der Geschichte der Fotografie.
Thomas Ruff wurde 1958 in Zell am Harmersbach geboren. Seine Werke wurde in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt: u.a. im Sala Alcalá in Madrid (2013), Haus der Kunst in München (2012), Museum of Contemporary Art Chicago (2011), Centro de Arte Contemporáneo de Málaga (2011), Kunsthalle Wien (2009), Castello di Rivoli, Turin (2009), und Műcsarnok Kunsthalle, Budapest (2008).
Thomas Ruff lebt und arbeitet in Düsseldorf.